Joan Miró – Ominium Cultura

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Joan Miró, 1974, Omnium Cultura, Farblithografie seltener, großer, drucksignierter, limitierter Druck. Bereits als Kind erhält Joan Miró Zeichenunterricht, obwohl sein Vater, ein Goldschmied und Uhrmacher, sich anfänglich sträubt. Er besucht die Handelsschule sowie die Kunstakademie La Llotja, an der knapp zehn Jahre vor ihm schon Pablo Picasso Kunstunterricht erhalten hatte.
1919 ist Miró erstmals in Paris, der Welthauptstadt der Kunst, ab 1921 hat er dort neben Barcelona auch ein eigenes Atelier. Mit dem Gemälde „Der Bauernhof“ entsteht schon kurz darauf ein programmatisches Werk – es lässt den Übergang in Mirós Kunst von der realistischen Sichtweise hin zu bildnerischen Traumvisionen nachvollziehbar werden.
In Paris kommt Joan Miró auch in Kontakt zu den wortgewaltigen Surrealisten, unter denen er ein stiller Außenseiter blieb. Trotzdem stellt er 1925 mit ihnen gemeinsam aus. Seine Gemälde werden nun immer abstrakter und zeichenhafter. Eine Reise nach Holland inspiriert ihn zu den „Holländischen Interieurs“. Im Jahr darauf, 1928, heiratet er, durchlebt eine künstlerische Krise und will nach eigener Aussage die „Malerei ermorden“.
Miró lässt sie am Leben und triumphiert. Seine genau geplanten Bilder werden übersichtlicher, enthalten oft nur noch wenige assoziative Zeichen, Symbole und archetypische Elemente wie Sterne, Vögel und Augen. Sie bestehen immer mehr aus großen, sich überlagernden Flächen in kräftigen Farben, die Mirós Stärke als Kolorist zu Tage treten lassen. Sie rufen eine fast kindliche Wirkung hervor.
Um 1930 entstehen erste „Papiers Collés“, Collagen und Reliefs. Neben dem malerischen wächst auch ein umfangreiches grafisches Werk heran: Lithografien, Radierungen und Holzschnitte machen den Künstler populär. Zudem entstehen surreale Objekte und Keramiken.
Grafik und Keramik bestimmen sein Werk in der ersten Hälfte der 50er-Jahre. Er lebt von nun an in Palma de Mallorca und erhält zahlreiche Aufträge für Wandkeramiken in öffentlichen Gebäuden, so für den Sitz der UNESCO in Paris, das Guggenheim Museum in New York oder die Harvard University in Cambridge, Mass. 1964 wird im südfranzösischen Saint-Paulde-Vence die Fondation Maeght eingeweiht, für deren Garten „Le Labyrinthe“ Miró Skulpturen und Keramiken entwirft.